Sakura Internet Hack betrifft 1.36 Millionen Konten
Sakura Internet, ein führender Cloud- und Rechenzentrumsanbieter in Japan, hat einen großen Cyberangriff offengelegt, der bis zu 1,36 Millionen Kundenkonten betreffen könnte. Angreifer sollen in das Vertriebsmanagementsystem des Unternehmens eingedrungen sein.
Was ist passiert
Sakura Internet, eines der größten digitalen Infrastrukturunternehmen Japans und strategischer Partner im Cloud-Programm der Regierung, wurde Ziel von Cyberangreifern. Laut einer Erklärung des Unternehmens erlangten die Angreifer unbefugten Zugriff auf das Vertriebsmanagementsystem, in dem Kundenvertrags- und Mitgliedschaftsinformationen gespeichert sind.
Der Vorfall wurde erstmals bei der Untersuchung einer kleineren Sicherheitsverletzung bei einem anderen Dienst, dem Sakura Rental Server, entdeckt. Bei diesem ersten Vorfall wurde auf 583 Konten unbefugt zugegriffen, Kundendaten eingesehen und Malware auf den Systemen des Unternehmens installiert. Bei der Vertiefung dieser Untersuchung wurde jedoch eine weitaus größere Sicherheitslücke aufgedeckt.
In einem heutigen Update zu seiner ursprünglichen Benachrichtigung vom Montag gab das Unternehmen bekannt, dass potenziell bis zu 1.360.563 Mitgliedskonten von dem Angriff betroffen sein könnten. Es wurde betont, dass die genaue Anzahl der betroffenen Konten noch nicht feststeht, da die Untersuchung andauert.
Kompromittierte Daten
Das System, auf das die Angreifer zugriffen, enthielt Details zu Kundenverträgen und Mitgliedsinformationen. Sakura Internet teilte einige wichtige Details über die Art der kompromittierten Daten mit. Laut der Ankündigung waren die im System gespeicherten Passwörter gehasht. Das bedeutet, dass selbst wenn die Passwörter gestohlen wurden, es sehr schwierig wäre, sie zu knacken. Hashing schützt Daten, indem es sie durch einen Einweg-Algorithmus in eine bedeutungslose Zeichenfolge umwandelt.
Das Unternehmen bestätigte auch, dass in dem kompromittierten System keine Kreditkarteninformationen gespeichert waren. Dies verringert das Risiko von Finanzbetrug erheblich. Daten wie Mitgliedsinformationen und Vertragsdetails könnten jedoch potenziell für Phishing-Angriffe verwendet werden. Es wurde erklärt, dass es derzeit keine endgültigen Beweise für eine Datenexfiltration gibt, diese Möglichkeit aber untersucht wird.
Wie geschah der Angriff
Nach Angaben des Unternehmens verschafften sich die Angreifer am 9. August erstmals Zugang zu seinen IT-Systemen. Die Entdeckung dieses Verstoßes erfolgte dank der Untersuchung des früheren Vorfalls beim Sakura Rental Server, der 583 Konten betraf. Das Unternehmen gab an, alle missbrauchten Anmeldeinformationen für ungültig erklärt und die beim ersten Vorfall installierte Malware entfernt zu haben. Es wurden jedoch keine technischen Details über die Art der Malware oder den Angriffsvektor mitgeteilt.
Es ist noch nicht klar, ob dieser größere Verstoß in direktem Zusammenhang mit dem ersten Vorfall steht oder von denselben Angreifern durchgeführt wurde. BleepingComputer berichtete auch, dass sich bisher keine Ransomware- oder Datenextorsionsgruppe zu dem Angriff bekannt hat.
Wer ist betroffen
Potenziell betroffen sind die Kunden von Sakura Internet mit bis zu 1.360.563 Mitgliedskonten. Sakura Internet ist nicht nur für den Privatsektor von strategischer Bedeutung, sondern auch als einer der inländischen Anbieter, die für Japans nationales „Government Cloud“-Programm ausgewählt wurden. Diese Rolle zielt darauf ab, die Abhängigkeit des Landes von ausländischen Technologiegiganten zu verringern. Daher betrifft dieser Angriff nicht nur einzelne Benutzer und Unternehmen, sondern hat auch Auswirkungen auf die Sicherheit der nationalen digitalen Infrastruktur.
Was Sie tun können
Sakura Internet hat angekündigt, den Prozess der individuellen Benachrichtigung betroffener Kunden eingeleitet zu haben. Wenn Sie Kunde von Sakura Internet sind, sollten Sie die offiziellen Mitteilungen des Unternehmens sorgfältig verfolgen.
- Warten Sie auf offizielle Kommunikation: Warten Sie auf Benachrichtigungen des Unternehmens per E-Mail oder über Ihr Kunden-Dashboard.
- Seien Sie vorsichtig bei Phishing-Angriffen: Angreifer könnten die kompromittierten Informationen nutzen, um Sie mit gefälschten E-Mails anzugreifen, die scheinbar von Sakura Internet stammen. In diesen E-Mails könnten Sie nach Ihrem Passwort, Kreditkarteninformationen oder anderen persönlichen Daten gefragt werden. Klicken Sie nicht auf verdächtige Links und geben Sie keine persönlichen Informationen weiter.
- Passwortsicherheit: Obwohl Sakura Internet angibt, dass die Passwörter gehasht wurden, wird als allgemeine Sicherheitsmaßnahme empfohlen, Ihre Passwörter auf anderen Konten zu ändern, wenn Sie dasselbe Passwort auf verschiedenen Plattformen verwenden.
Was das Unternehmen sagt
Sakura Internet gab an, die zuständigen Regierungsbehörden unmittelbar nach dem Vorfall informiert zu haben. Das Unternehmen betonte, dass die Untersuchung andauert und man daran arbeitet, die genaue Anzahl der betroffenen Konten zu ermitteln. In der Ankündigung wurde keine betriebliche Dienstunterbrechung erwähnt. Das Unternehmen erklärte, dass es die notwendigen Schritte unternimmt, um die Sicherheit der Kundendaten zu gewährleisten, und einen transparenten Kommunikationsprozess führt. BleepingComputer berichtete, dass auf seine Anfrage nach zusätzlichen Informationen noch keine Antwort eingegangen sei.
Quelle
Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz über unsere Argus Flow-Anwendung erstellt. Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung von Argus Flow; sollten Sie auf Übersetzungsfehler, falsche Quellen oder unbestätigte Informationen stoßen, können Sie uns dies über die Schaltfläche unten melden. Wir danken Ihnen für Ihr Feedback.